Hauptschulareal wird moderne Seniorenresidenz mit Pflegeoption


Als die Hauptschule der Gemeinde Nörvenich im Sommer 2013 geschlossen wurde, gab es noch keine Idee für eine Folgenutzung des rund 7.000m² großen Areals, welches im Herzen des Zentralortes, zwischen Neffelbachaue, Schloss und Burgpark malerisch und zugleich sehr zentral zu den Geschäften am Marktplatz und entlang der Bahnhofstraße gelegen ist. Zwar wurden in der Zeit nach der Schulschließung manche Gespräche mit möglichen Investoren geführt, doch die Vorstellungen von Gemeinde und Interessenten lagen zunächst weit auseinander. Den rund vierjährigen Stillstand sieht man dem Gebäude inzwischen an. Fensterscheiben sind teilweise eingeworfen, Graffitis wurden auf die Wände gesprüht und Unrat liegt in der Umgebung.
„Mit Freude und auch etwas Stolz kann ich heute verkünden, dass der Stillstand nun ein Ende hat und das Areal schon sehr bald besseren Zeiten entgegensieht“, informierte Bürgermeister Dr. Czech über das Ergebnis von rund einjährigen Verhandlungen, welche er im Team mit seinen beiden Allgemeinen Vertretern, dem Beigeordneten Michael Reutter und Bauamtsleiter Heinz-Willi Strack geführt hat. Nachdem der Bürgermeister erst vor wenigen Tagen die achte Kindertagesstätte im Gemeindegebiet mit eröffnet und damit etwas für die Kinder getan hatte, stehen bei diesem Projekt nun die Senioren im Mittelpunkt.

Einstimmig hat der Rat der Gemeinde Nörvenich in seiner letzten Sitzung entschieden, die Hauptschulimmobilie an ein Unternehmen der Gut-Köttenich-Gruppe, dem größten privaten Betreiber von Seniorenimmobilien im Kreis Düren, zu veräußern.
v.l. Beigeordneter Michael Reutter; Bürgermeister Dr. Timo Czech; Investor Raoul Pöhler;, Ortsvorsteherin Heike Borchers; Leiter Abteilung Planen und Bauen, Heinz-Willi Strack; Birgit Strack, Gut Köttenich Gruppe; stellv. Fraktionsvorsitzender CDU, Konrad Becker; Fraktionsvorsitzender SPD, Wolfgang Wegner
Raoul Pöhler, Geschäftsführender Gesellschafter, freut sich sehr auf dieses neue Projekt seiner Unternehmensgruppe und erläutert, was er vorhat: „Das Hauptschulgebäude wird komplett saniert, zudem entstehen zwei weitere, große Baukörper mit Seniorenwohnungen und einem Bereich mit betreutem Wohnen und Pflege. Die Architektur wird einladend sein, weil wir uns als offene Einrichtung verstehen, in welcher die Bevölkerung gerne gesehen ist. Möglichkeiten zum Verweilen und für Begegnungen gibt es zum Beispiel im geplanten Café und auch auf dem Wanderweg, welchen wir zwischen Gebäude und Neffelbach anlegen und damit eine Wegelücke schließen werden.“

An anderen Standorten kooperieren Seniorenheime der Gruppe mit ortsansässigen Grundschulen und Kitas, so wie das auch hier angedacht ist. Neben gemeinsamen Aktivitäten wird auch darüber nachgedacht, ob die Küche des Seniorenheimes möglicherweise für die direkt daneben liegende Offene Ganztagsschule (OGS) das Schulessen frisch zubereiten könnte. Beigeordneter Reutter, in dessen Zuständigkeit die Schulen liegen, ergänzt: „Die Grundschule wurde in die Pläne von uns eng eingebunden, damit der Schulbetrieb in der schon bald beginnenden Bauphase und auch danach so ungestört und sicher ablaufen kann wie dies heute der Fall ist. Allenfalls die schon bald hier stehenden Baukräne könnten manchen Schüler wohl beim Blick aus dem Fenster auch mal ablenken“, fügt er mit einem Schmunzeln an.
Bürgermeister Dr. Czech ist „eine ausgewogene Entwicklung der Gemeinde besonders wichtig und dazu gehört, dass wir Nörvenich für alle Altersgruppen attraktiver machen und dabei niemanden vergessen“. So wird er schon bald bei einem Besuch im Jugendhaus „Chill Out“ mit den Jugendlichen unter anderem darüber sprechen, wohin die im Rahmen der Projektrealisierung umzusetzende Skaterbahn verlagert wird.

Doch nicht nur für die Senioren freut sich der Bürgermeister. Er sieht in dem Projekt zudem Chancen für die erwerbstätige Bevölkerung und auch das ortsansässige Handwerk, denn „hier werden rund 80 Arbeitsplätze entstehen und es werden etwa 20 Millionen Euro privates Kapital investiert.“

Ein besonderer Dank gilt auch an dieser Stelle den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung sowie den Mitgliedern des Rates der Gemeinde Nörvenich, ohne deren Unterstützung dieses Projekt nicht zu realisieren wäre.

Die Bauzeit gibt Investor Raoul Pöhler mit rund 16 Monaten an, so dass bereits gegen Ende 2018 in Nörvenich die Korken zur Einweihung knallen könnten.
 

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